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Was kostet ein Lead? CPL-Benchmarks nach Branche und Kanal

Veröffentlicht am 3. August 2026 · aktualisiert am 12. September 2026 · 11 Min. Lesezeit · Von Dovydas Liaudanskas

Kurz gesagt

Was ein Lead kostet, hängt an drei Dingen: Branche, Kanal und daran, was Sie einen Lead nennen. Im deutschen Markt liegen veröffentlichte Spannen für B2B zwischen 40 und 400 EUR je Kontakt, ein Formularlead aus Paid Social geht ab 7 EUR. In den USA erhebt First Page Sage für den B2B-Bereich Werte zwischen 227 und 653 USD. Die Zahl allein sagt nichts, solange nicht feststeht, ob damit ein PDF-Download oder ein Geschäftsführer gemeint ist, der auf eine Anfrage geantwortet hat. Alle Zahlen auf dieser Seite sind verlinkt und datiert.

Auf dieser Seite
  1. Was Cost per Lead bedeutet
  2. CPL nach Branche, deutscher Markt
  3. CPL nach Branche, internationale Erhebung
  4. CPL nach Kanal
  5. Wovon der Preis abhängt
  6. Die fünf Preismodelle von Agenturen
  7. Die Posten neben dem Angebot
  8. Den eigenen CPL berechnen
  9. Was internationale Agenturen verlangen
  10. Zwei Angebote fair vergleichen
  11. Warnsignale in Preisangeboten
  12. Was Ripe Leads kostet
  13. Häufige Fragen

Was kostet ein Lead: Die Frage wird meist mit einer einzigen Zahl beantwortet, und genau daran scheitert der Vergleich. Ein Lead aus einer TikTok-Anzeige und ein Lead aus einem Erstgespräch mit einem Produktionsleiter tragen denselben Namen und liegen im Preis um den Faktor fünfzig auseinander. Diese Seite sammelt die veröffentlichten Benchmarks nach Branche und Kanal, jeweils mit Quelle und Datum, und erklärt danach, wie Agenturen abrechnen.

Was Cost per Lead bedeutet

Cost per Lead, kurz CPL, ist der Betrag, den Sie ausgeben, um einen Kontakt zu gewinnen, geteilt durch die Zahl der gewonnenen Kontakte. Die Formel ist trivial, die Definition von Lead nicht. In den unten stehenden Erhebungen steckt hinter dem Wort mindestens dreierlei.

Bevor Sie eine Zahl mit einer anderen vergleichen, klären Sie, welche der drei gemeint ist. Ein Anbieter, der für 15 EUR liefert, und einer, der 300 EUR aufruft, verkaufen in aller Regel nicht dasselbe.

CPL nach Branche, deutscher Markt

Zwei deutschsprachige Anbieter veröffentlichen Branchenspannen in Euro. Beide Erhebungen beruhen auf den eigenen Kampagnendaten der jeweiligen Agentur, decken also einen Ausschnitt und nicht den Gesamtmarkt ab.

Branche oder KategorieCPLQuelle
E-Commerce3 bis 15 EURPowerLeads
Weiterbildung und Coaching10 bis 40 EURPowerLeads
Photovoltaik25 bis 80 EURPowerLeads
Private Krankenversicherung30 bis 100 EURPowerLeads
B2B SaaS40 bis 150 EURPowerLeads
Baufinanzierung50 bis 120 EURPowerLeads
Physische Produkte20 bis 100 EURKrauss GmbH
Dienstleistungen50 bis 200 EURKrauss GmbH
Durchschnitt über alle Kategorien50 bis 100 EURKrauss GmbH
B2B insgesamt100 bis 400 EURKrauss GmbH
Finanzdienstleistungenbis zu 230 EURKrauss GmbH

Quellen: PowerLeads, CPL-Benchmarks und Branchenanalyse, 22. Oktober 2025 und Krauss GmbH, durchschnittliche Kosten pro Lead nach Branche, 2. Mai 2025.

Die wichtigste Zeile ist die vorletzte. Sobald ein Angebot erklärungsbedürftig ist und ein Unternehmen kauft, verlässt der CPL den zweistelligen Bereich. Wer im B2B mit 20 EUR je Lead plant, plant mit Zahlen aus dem Verbrauchergeschäft.

CPL nach Branche, internationale Erhebung

First Page Sage erhebt seit Januar 2022 Kosten je Lead nach Branche und trennt dabei bezahlte von organischen Kanälen. Die Werte stehen in US-Dollar und stammen aus dem US-Markt, taugen also als Größenordnung und nicht als Preisliste für Deutschland. Die Reihenfolge der Branchen untereinander ist trotzdem aufschlussreich.

BrancheBezahltOrganischGesamt
Bauwesen280 USD174 USD227 USD
B2B SaaS310 USD164 USD237 USD
Ingenieurdienstleistungen371 USD201 USD287 USD
Personaldienstleistung und Recruiting476 USD518 USD497 USD
IT und Managed Services617 USD385 USD503 USD
Fertigung691 USD415 USD553 USD
Transport und Logistik670 USD505 USD588 USD
Rechtsdienstleistungen784 USD516 USD649 USD
Finanzdienstleistungen761 USD555 USD653 USD

Quelle: First Page Sage, Average Cost Per Lead by Industry, veröffentlicht am 8. Mai 2025 und zuletzt aktualisiert am 23. Dezember 2025, Erhebungszeitraum Januar 2022 bis Juni 2025.

Personaldienstleistung ist die einzige Zeile, in der organische Leads mehr kosten als bezahlte. Das passt zu dem, was wir in eigenen Kampagnen sehen: Kundenunternehmen suchen selten aktiv nach einem neuen Personaldienstleister, solange der bestehende liefert, also findet die Nachfrage nicht über die Suche statt. Wer in dieser Branche wachsen will, muss die Firmen ansprechen und nicht auf sie warten.

CPL nach Kanal

Der Kanal bewegt den Preis stärker als die Branche. Die folgenden Zahlen stammen aus zwei Erhebungen mit unterschiedlicher Währung, deshalb steht sie in jeder Zeile dabei.

KanalCPLQuelle und Stand
TikTok Ads2 bis 10 EURKrauss GmbH, Mai 2025
Meta Ads20 bis 40 EURKrauss GmbH, Mai 2025
LinkedIn Ads30 bis 70 EURKrauss GmbH, Mai 2025
Suchanzeigen, Durchschnitt alle Branchen66,69 USDLocaliQ, Juni 2026
Suchanzeigen, Karriere und Beschäftigung67,36 USDLocaliQ, Juni 2026
Suchanzeigen, Unternehmensdienstleistungen93,69 USDLocaliQ, Juni 2026
Suchanzeigen, Rechtsdienstleistungen131,63 USDLocaliQ, Juni 2026
Organische Suche, B2B SaaS164 USDFirst Page Sage, Dez. 2025
Organische Suche, Fertigung415 USDFirst Page Sage, Dez. 2025

Quellen: LocaliQ, Search Advertising Benchmarks, 1. Juni 2026, Krauss GmbH, 2. Mai 2025 und First Page Sage, Stand 23. Dezember 2025. LocaliQ meldet für 2026 einen durchschnittlichen CPL von 66,69 USD über alle Branchen und damit den ersten Rückgang seit fünf Jahren.

Für Outbound per E-Mail und LinkedIn gibt es keine vergleichbare öffentliche Erhebung, weil kein Anbieter seine Kampagnendaten in dieser Form veröffentlicht. Rechnen Sie hier selbst: Monatspauschale geteilt durch die Zahl positiver Antworten ergibt Ihren tatsächlichen Preis je Gespräch. Bei den Kampagnen, die wir betreiben, liegt die Antwortquote zwischen etwa einem und fünf Prozent, und davon ist ein Teil positiv. Beide Zahlen schwanken stark mit Markt und Angebot.

Wovon der Preis abhängt

Vier Faktoren erklären fast die gesamte Spanne zwischen 3 und 650 EUR.

Die fünf Preismodelle von Agenturen

Der wichtigste Satz dieser Seite: Das Abrechnungsmodell bestimmt, welches Verhalten Sie bezahlen. Lesen Sie jedes Angebot mit der Frage, was der Anbieter tun würde, um seinen Umsatz zu maximieren.

ModellÜblicher RahmenVorteilNachteil
Pro Lead7 bis 35 EUR bei Paid Social, 100 bis 400 EUR im B2BNiedrigster Einstiegspreis, Kosten skalieren mit MengeBelohnt Listengröße, Qualifizierung bleibt bei Ihnen
Pro Termin150 bis 600 EUR je stattgefundenem TerminSie zahlen erst, wenn ein Gespräch existiertBelohnt Kalendereinträge, die Definition schreibt der Bezahlte
Retainer2.000 bis 5.000 EUR pro MonatKein Anreiz für unpassende Kontakte, planbare KostenSie tragen das Mengenrisiko
SDR-PlatzDeutlich über dem RetainerDauerhafte Kapazität, formales ReportingKosten laufen unabhängig vom Ergebnis
HybridReduzierter Retainer plus Betrag je TerminRisiko wird geteilt, beide Seiten haben AnreizeZwei Zahlen, zwei Definitionen, mehr Streitfläche

Pro Lead

Sie zahlen je Kontaktdatensatz. Der niedrigste Listenpreis aller Modelle und meist die schlechteste Wirtschaftlichkeit, weil ein Kontakt, der ein Formular ausgefüllt hat, mehrere Schritte von einem Gespräch entfernt ist. Das Modell trägt, wenn Sie die Kriterien schriftlich und eng festlegen und intern jemanden haben, der aussortiert. Ohne diese Kapazität kaufen Sie Arbeit statt Pipeline.

Pro Termin

Sie zahlen je gebuchtem oder stattgefundenem Gespräch. Das wirkt wie das sicherste Modell und enttäuscht am häufigsten, aus einem strukturellen Grund: Die Agentur verdient mehr, wenn sie mehr Termine bucht, und die Definition eines qualifizierten Termins schreibt genau die Partei, die pro Termin bezahlt wird. Klären Sie vorher drei Punkte schriftlich: Was gilt als qualifiziert, wer trägt das Risiko bei Nichterscheinen, und wird nach gebuchtem oder nach stattgefundenem Termin abgerechnet.

Retainer

Sie zahlen einen festen Monatsbetrag für den Betrieb des Programms. Weil die Vergütung nicht mit der Menge steigt, hat die Agentur keinen wirtschaftlichen Grund, Ihnen unpassende Kontakte zu schicken. Der Tausch: ein schwacher Monat ist Ihr Risiko. Deshalb gehören zu einem Retainer zwingend Transparenz und eine kurze Kündigungsfrist. Ein Retainer mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit dreht den Anreiz wieder um.

SDR-Platz

Sie mieten eine oder mehrere Personen, die als Erweiterung Ihres Teams arbeiten. Das kostet am meisten, weil Sie Personal statt eines Programms kaufen, und ist für Mittelstand und Konzerne mit mehreren Märkten und Bedarf an Prozessdisziplin die richtige Antwort.

Hybrid

Ein reduzierter Retainer deckt den Betrieb, dazu kommt ein Betrag je stattgefundenem Termin. Auf dem Papier ist das die fairste Aufteilung, weil beide Seiten am Ergebnis hängen. In der Praxis verlagert sich der Streit auf die Definition: Ab wann zählt ein Termin, und wer entscheidet das. Vereinbaren Sie deshalb eine Obergrenze pro Monat, sonst wird aus dem Ausgleichsmodell ein Mengenmodell mit Grundgebühr.

Ein sechstes Modell begegnet Ihnen gelegentlich: Beteiligung am Umsatz. In der Praxis scheitert es an der Zuordnung. Sobald ein Abschluss sechs Monate nach dem ersten Kontakt über drei Kanäle zustande kommt, streiten beide Seiten über Attribution statt über Kampagnen.

Unser Modell: eine einmalige Setup-Gebühr im ersten Monat für Domains, Postfächer, Warm-up, Zielkundenprofil und die erste Sequenz, danach eine feste monatliche Pauschale, monatlich kündbar. Versandinfrastruktur, Daten, Software und deutschsprachige Texte sind enthalten und stehen nicht daneben. Eine Terminanzahl garantieren wir nicht. Die konkreten Zahlen nennen wir im Erstgespräch, weil sie mit Zielmarkt und Volumen variieren.

Die Posten neben dem Angebot

Eine genannte Monatsrate ist häufig nicht die Monatsausgabe. Vier Positionen stehen regelmäßig separat.

PositionWofürÜbliche Handhabung
Einrichtung und OnboardingZielgruppenworkshop, Listenaufbau, Domains, TexteEinmalig, teils in Höhe von ein bis zwei Monatsraten
VersandinfrastrukturZusätzliche Domains, Postfächer, Warm-upMonatlich, wächst mit dem Volumen
Daten und AnreicherungKontaktdaten, Verifizierung, SignaleGuthabenbasiert, oft mit Aufschlag
SoftwarelizenzenSequenzplattform, CRM-AnbindungMonatlich oder auf Ihren Namen

Bei Performance-Marketing kommt das Werbebudget dazu, und es ist oft größer als das Honorar. Die Düsseldorfer 4stairs GmbH nennt auf leadsagentur.de ein Honorar ab 300 EUR im Monat bei mindestens 600 EUR Werbebudget für lokale Kampagnen und ab 1.750 EUR bei mindestens 3.000 EUR Budget für nationale. Wer nur auf das Honorar schaut, unterschätzt die Ausgabe um mehr als das Doppelte.

Zusammen sind diese Posten schnell mehrere hundert bis einige tausend Euro monatlich. Zwei Angebote mit jeweils 3.000 EUR können sich über ein Jahr um 20.000 EUR unterscheiden. Stellen Sie eine Frage schriftlich: Wie hoch ist die Gesamtsumme pro Monat, und was ist ausdrücklich nicht enthalten?

Den eigenen CPL berechnen

Fremde Benchmarks helfen bei der Einordnung. Entscheidend ist, was ein Lead bei Ihnen wert sein darf. Drei Schritte.

  1. Auftragswert mal Abschlussquote. Bei 15.000 EUR durchschnittlichem Auftrag und einer Abschlussquote von einem Fünftel aus dem Erstgespräch ist ein qualifiziertes Gespräch rechnerisch 3.000 EUR wert.
  2. Zulässige Akquisekosten festlegen. Wenn Sie höchstens ein Fünftel des Deckungsbeitrags für Akquise ausgeben wollen, ist Ihre Obergrenze pro Gespräch bekannt und jedes Angebot lässt sich daran messen.
  3. Rückwärts durch den Trichter rechnen. Kommt aus zehn positiven Antworten ein Gespräch, das Ihr Vertrieb führen will, darf eine positive Antwort ein Zehntel dieser Obergrenze kosten.

Diese Rechnung ersetzt jede Benchmark-Tabelle. Sie zeigt außerdem sofort, ob Outbound für Ihr Geschäft überhaupt trägt: Bei kleinen Auftragswerten schließt sich die Lücke zwischen zulässigen Kosten und Marktpreis nicht.

Was internationale Agenturen verlangen

Acht öffentlich dokumentierte Agenturen, Stand 2026-09-08, zeigen die Spannweite außerhalb des DACH-Raums: von rund 400 US-Dollar monatlich für einen einzelnen Kanal bis zu Retainern über 14.800 US-Dollar. Die Beträge stehen in der Originalwährung, meist US-Dollar, und decken selten deutschsprachige Texte ab.

AgenturModellPreis
BelkinsRetainer2.000-14.800+ US$/Monat
CIENCE TechnologiesRetainer + SDR-Zuschlagab 2.499 US$/Monat
CleverlyKanalpreis397-3.995 US$/Monat
SalesHiveRetainer nach Standort4.000-12.000 US$/Monat

Zwei Angebote fair vergleichen

Erstens rechnen Sie alles auf Jahresgesamtkosten hoch: Monatsrate mal zwölf, plus Einrichtung, Infrastruktur, Daten, Software, Werbebudget und mengenabhängige Posten in der Menge, die die Agentur selbst prognostiziert.

Zweitens fragen Sie beide, was sie in Monat drei und Monat sechs als Erfolg betrachten. Keine Garantie, sondern eine begründete Erwartung. Wer die Antwort verweigert, schützt sich vor Verantwortung.

Drittens teilen Sie die Jahressumme durch die erwartete Zahl echter Gespräche, also solcher, die Ihr Vertrieb wirklich führen möchte. Zwei Angebote mit gleicher Monatsrate unterscheiden sich hier regelmäßig um den Faktor drei.

Viertens bepreisen Sie den Fehlschlag. Was kostet der Ausstieg nach drei Monaten? Kündigungsfristen, Mindestlaufzeiten und nicht erstattbare Einrichtungsgebühren bestimmen, wie teuer eine falsche Entscheidung wird.

Welche Anbieter im deutschsprachigen Markt was verlangen, steht im Leadgenerierung Agentur Vergleich 2026. Die Gegenrechnung zu einem eigenen Mitarbeiter steht unter eigener Vertriebsmitarbeiter oder Outbound-Agentur.

Warnsignale in Preisangeboten

Die vollständige Liste mit zwölf Punkten steht unter Warnsignale bei der Wahl einer Leadgenerierung Agentur.

Was Ripe Leads kostet

Wir rechnen pauschal ab und nennen den Preis vorab. Der erste Monat kostet 3.750 Euro und deckt Setup und Start: ICP-Arbeit, Absenderdomains und Postfächer, Warm-up, Listenaufbau und Verifizierung sowie die ersten Texte. Ab dem zweiten Monat liegt die Pauschale bei 2.850 Euro monatlich und schließt Versand, Nachfassen und Reporting ein. Beide Beträge sind Festpreise ohne separate Zuschläge für Infrastruktur oder Software.

PositionBetragEnthalten
Erster Monat3.750 EURSetup, ICP-Arbeit, Domains, Warm-up, Listenaufbau, Texte
Ab Monat 22.850 EUR monatlichVersand, Nachfassen, Reporting
LaufzeitMonatlich kündbarKeine Mindestlaufzeit

Der Vertrag läuft ohne Mindestlaufzeit und ist monatlich kündbar. Sie zahlen für den laufenden Monat und tragen kein langfristiges Bindungsrisiko. Eine feste Terminanzahl sagen wir nicht zu, weil das niemand seriös versprechen kann, und wir rechnen nicht pro Lead oder pro Termin ab, weil dieses Modell Menge vor Passung stellt.

Häufige Fragen

Was kostet ein Lead im B2B?
Die Krauss GmbH gibt für den B2B-Sektor 100 bis 400 EUR je Lead an, PowerLeads nennt für B2B SaaS 40 bis 150 EUR. First Page Sage erhebt für den US-Markt Gesamtwerte zwischen 227 USD im Bauwesen und 653 USD bei Finanzdienstleistungen, wobei bezahlte Kanäle in fast allen Branchen teurer sind als organische. Die Spanne erklärt sich vor allem daraus, wie eng ein Lead definiert ist: Ein Formulareintrag kostet einen Bruchteil eines geprüften Termins.
Was kostet ein Lead im Vergleich der Kanäle?
Nach der Erhebung der Krauss GmbH vom Mai 2025 liegen TikTok Ads bei 2 bis 10 EUR, Meta Ads bei 20 bis 40 EUR und LinkedIn Ads bei 30 bis 70 EUR je Lead. LocaliQ meldet für Suchanzeigen im Juni 2026 einen Durchschnitt von 66,69 USD über alle Branchen, mit 93,69 USD bei Unternehmensdienstleistungen und 131,63 USD bei Rechtsdienstleistungen. Für Outbound per E-Mail und LinkedIn gibt es keine vergleichbare öffentliche Erhebung.
Warum sind B2B-Leads so viel teurer als B2C-Leads?
Drei Gründe. Der Zielmarkt ist kleiner, deshalb verteilen sich Fixkosten auf weniger Kontakte. Die Entscheidung braucht mehrere Personen, deshalb sind mehr Berührungspunkte nötig, bevor überhaupt jemand antwortet. Und der Auftragswert ist höher, deshalb bieten mehr Wettbewerber auf dieselben Suchbegriffe. Im E-Commerce nennt PowerLeads 3 bis 15 EUR je Lead, im B2B nennt die Krauss GmbH 100 bis 400 EUR.
Welches Preismodell einer Agentur ist das beste?
Es gibt kein bestes Modell, nur unterschiedliche Anreize. Pro Lead belohnt Listengröße, pro Termin belohnt Kalendereinträge unabhängig von der Passung, der Retainer belohnt Qualität und verlagert dafür das Mengenrisiko zu Ihnen, ein SDR-Platz kostet am meisten und liefert Kapazität. Ein Hybrid teilt das Risiko und schafft dafür zwei Definitionen, über die man streiten kann. Wer wenig Zeit für Vorqualifizierung hat, fährt mit einem Retainer und transparentem Reporting meist besser.
Welche Kosten stehen nicht im Angebot?
Vier Posten tauchen regelmäßig separat auf: Einrichtung und Onboarding, Versandinfrastruktur wie zusätzliche Domains und Postfächer, Daten und Anreicherung über Guthaben sowie Softwarelizenzen für die Sequenzplattform. Bei Performance-Marketing kommt das Werbebudget hinzu, das oft größer ist als das Honorar. Fragen Sie schriftlich nach der Gesamtsumme pro Monat und danach, was ausdrücklich nicht enthalten ist.
Wie berechne ich, was ein Lead mir wert sein darf?
Multiplizieren Sie Ihren durchschnittlichen Auftragswert mit der Abschlussquote aus dem Erstgespräch. Bei 15.000 EUR und einem Fünftel ergibt das 3.000 EUR je qualifiziertem Gespräch. Legen Sie fest, welchen Anteil davon Sie für Akquise ausgeben wollen, und rechnen Sie rückwärts durch Ihren Trichter bis zur einzelnen Antwort. Das Ergebnis ist Ihre Obergrenze, und daran messen Sie jedes Angebot statt an fremden Benchmarks.
Sind gekaufte Leads billiger?
Im Listenpreis ja, in der Gesamtrechnung selten. Gekaufte Adressen sind veraltet, erzeugen hohe Bounce-Quoten und beschädigen die Versanddomain, die Sie im nächsten Jahr noch brauchen. Dazu kommt, dass ein gekaufter Kontakt kein Interesse signalisiert hat. Rechnen Sie deshalb nie mit dem Preis je Adresse, sondern mit dem Preis je Gespräch, das Ihr Vertrieb tatsächlich führen möchte.
Was kostet Ripe Leads?
Wir arbeiten mit einer Setup-Gebühr von 3.750 Euro im ersten Monat und danach einer festen monatlichen Pauschale von 2.850 Euro, monatlich kündbar ohne Mindestlaufzeit. Versandinfrastruktur, Domains, Warm-up, Daten, Software und deutschsprachige Texte sind darin enthalten und werden nicht daneben berechnet. Eine Terminanzahl garantieren wir nicht, weil das niemand seriös zusagen kann.

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